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Caroline Kehl aus Wadgassen begann in der achten Klasse Geschichten zu schreiben, weil es zu der Zeit in ihrer Klassenstufe ein Trend war. Da dachte sie noch nicht daran, dass eine davon irgendwann gedruckt werden würde. Die heute 18-Jährige ist Schülerin am Robert-Schuman-Gymnasium in Saarlouis und wird dort nächstes Jahr ihr Abitur machen.
Dennoch ist es ihr gelungen, einen Verlag zu finden, der ihre Geschichte, die zu einem 400-seitigen Fantasy-Roman herangewachsen ist, abdrucken möchte. Im vergangenen Sommer hatte sie das Manuskript an acht Verlage geschickt, die sich alle sechs Monate Bearbeitungsfrist einräumten. Für die Schülerin hagelte es nur Absagen: Sie sei zu jung oder das Thema passe nicht ins Konzept des jeweiligen Verlages.
Zufällig wurde sie im Internet auf den kleinen Noel-Verlag in Oberhausen aufmerksam und entschloss sich, noch einmal ihr Glück zu versuchen. Schon nach knapp drei Wochen erhielt sie die Zusage. "Ich habe mich natürlich sehr gefreut und war auch stolz, dass meine Geschichte jemandem gefällt", erzählt Caroline Kehl. Die Gymnasiastin schrieb drei Jahre an dem Roman, der unter dem Titel "Seraphina - Der hinterbliebene Kronprinz" erscheinen wird. Sie arbeitete in ihren Freistunden, am Wochenende und während der Schulferien regelmäßig an der Geschichte. Vor allem die schulische Umgebung hat die Handlung des Romans geprägt. Denn es geht um einen Jungen, der sich noch nicht bereit für sein Schicksal fühlt. In einem fiktiven Mittelalter versucht er ihm zu entfliehen. Die Lehrer würden ihnen auch ständig sagen, dass sie bestimmte Dinge schon längst beherrschen müssten, was dazu führe, dass man sich manchmal eingeengt fühle, erklärt Caroline Kehl die Verbindung zu der Geschichte.
Der Verlag hat bereits nach einer Fortsetzung der Geschichte gefragt. "Ich kann mir die Zeit, die ich für einen zweiten Teil brauche, voll und ganz nehmen. Das Abitur darf schließlich nicht zu kurz kommen", betont die Schülerin. Auf die Frage, was sie nach ihrem Schulabschluss machen wolle, antwortet sie entschlossen, dass sie Kreatives Schreiben studieren wolle. Wenn das nicht funktioniere, strebe sie ein Germanistikstudium an.
Denn aufhören zu schreiben möchte die junge Autorin nicht. “Das Schreiben ist ein großer Teil meines Lebens, den auch die Schule nicht komplett verdrängen kann, auch wenn er zur Zeit etwas eingeschränkt wird” €, so die Schülerin.
Bleibt uns also nur weiterhin gespannt auf weitere aufgregende Abenteuer mit der jungen Autorin zu warten und ihr vorsichtig über die Schulter zu blicken und einen Blick darauf zu erhaschen, was noch vor ihr liegen wird. Große Ziele sind auf jeden Fall schon im Visier und angestrebt.
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